Streifen

(28. Juni 2019) „Wenn ich nicht weiß, was es werden soll, wird es in der Regel entweder ein Kissen oder eine Decke.“

Diesen Satz bekam mein Göga gestern Abend zu hören, als wir uns aus gegebenem Anlass über diese Streifen unterhielten. Ich hatte sie nämlich endlich mal wieder zur Hand genommen und längere Zeit hin- und hergeschoben, bis ich die Erleuchtung hatte, was es werden soll. Und auf seine Frage: „Und was wird es denn nun?“ antwortete ich obigen Satz. Da die Streifen für eine Decke aber zu klein sind und ich, ehrlich gesagt, dieses Projekt auch endlich abschließen möchte, werden sie zu einem Kissenbezug verarbeitet.

Ähm … falsche Zeitform … sie WURDEN zu einem Kissenbezu verarbeitet. Er ist nämlich fertig!

Dieses Mal war Flocke schneller als Filou. Sie findet das Kissen sehr gemütlich und das Design einfach „MEGA“, wie mein Teenager-Eisbär derzeit zu sagen pflegt. Doch das hätte sie lieber nicht so laut gesagt, denn kaum ausgesprochen, ging das Theater schon los:

Filou sprang mit einem Satz vom Sofa und machte Flocke das Kissen streitig. Und seitdem liegen sie wie auf dem rechten Foto darauf und glotzen aus, wer das Kissen behalten darf. Die Regeln bei diesem Wettstreit sind ganz einfach: Die Kontrahenten liegen Nase an Nase und gucken sich tief in die Augen. Wer zuerst lacht oder blinzelt hat verloren.

Ich schätze, das wird noch eine lange Nacht für die beiden …

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Die Eckdaten dieses Projekts:
Garn: Schachenmayer Regia Baby Smiles in den Farben 01814 und 01818, je 4 Knäule pro Streifen
Nadelstärke 2,0
Muster aus einer Mustersammlung entnommen

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(14. Sep. 2016) Ich habe mir vorgenommen, meine Wollvorräte zu reduzieren. Ja, guter Witz, ich weiß. Irgendwie wird es trotzdem immer mehr. Ich weiß auch nicht … jedenfalls habe ich im Zuge dieses guten Vorsatzes gehäkelt. Hörst Du bitte auf zu lachen? Danke!

Mit diesem Knäul und seinen Geschwistern begann das Projekt und es sollte eigentlich ein Schal werden.

Leider hatte ich nicht bedacht, dass ein breiter Schal zwar schön aussieht, aber nur richtig gut aussieht und angenehm zu tragen ist, wenn er locker gehäkelt ist. Deshalb habe ich zwar nicht geribbelt, aber beschlossen, aus dem fertigen Stück keinen Schal zu machen. Das fertige Stück sieht übrigens so aus

und entstand im Juli.

Von der gleichen Art Wolle, nur in einer anderen Farbkombination, habe ich noch ein paar Knäule gefunden und einen genauso breiten und langen Streifen gehäkelt, allerdings in einem anderen Muster (ebenfalls im Juli entstanden):

By the way: Das Schaf meines kleinen Zwergs, Lulu, findet den ersten Streifen schön knutschelig und möchte ihn am liebsten behalten.