Nadelkissen

(12. Jan. 2018) Dieses Jahr ist noch soooo jung und hatte schon ein Highlight für mich parat: Am 6. Januar hatten wir, wie jedes Jahr, Besuch von den Sternsingern. Dieses Jahr hat mein großer Zwerg mitgemacht und bildete mit den drei Kindern einer befreundeten Familie ein Team. Die Mutter der drei Kinder, Claudia, begleitete die Gruppe und da es zeitlich paßte, machte die Gruppe bei uns Mittagspause. Während die Kinder spielten, haben wir Mütter uns unterhalten und kamen selbstverständlich auch auf das Thema „Handarbeiten“. Und da ich wußte, dass Claudia nähen kann, klagte ich ihr mein Leid bezüglich des Nadelkissens – und sie wußte Abhilfe. Noch in unserem Wohnzimmer steckte sie die Rüsche soweit an die Vorderseite, dass ich eine ungefähre Vorstellung bekam, wie das fertige Kissen aussehen würde. Doch dann mußten die Sternsinger ihre letzten Besuche absolvieren und dann wollte der gespendete Naschkram noch verteilt werden … jedenfalls war ein mit Stecknadeln gestecktes Kissen unter diesen Voraussetzungen nicht transportfähig und wartete auf unserem Schuhschrank.

Nachdem die Sternsinger-„Pflichten“ erledigt waren, kam mein großer Zwerg vorbei, gab sein Kostüm und den Beutel mit den Süßigkeiten ab und zog mit dem vorbereiteten Kissen wieder ab zu Claudia und ihren Kindern. Kurze Zeit später kam er wieder, ohne Kissen und mit zwei Kindern zum spielen. Und als diese beiden Kinder abends von ihrem Papa abgeholt wurden, da brachte dieser, zu meiner unaussprechlichen Freude, mein Nadelkissen mit: fertig genäht, mit einer kleinen Öffnung an der Unterseite zum Ausstopfen, und gespickt mit meinen Stecknadeln.

Ich habe gejubelt!

Heute habe ich mich nun endlich hingesetzt und das Kissen beendet, also gestopft und die Naht geschlossen. Und nun liegt es auf meinem Schreibtisch und ich freue mich, wann immer mein Blick darauf fällt 🙂

Ich weiß ja, was lange währt, wird endlich gut. Aber ich hätte es mir nicht träumen lassen, dass es SO gut werden würde <3

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(irgendwann danach) Maike hat aufgegeben. Sie hat es zwar geschafft, die Falten aus dem Stoff rauszubügeln, aber die Rüsche hat auch sie an ihre Grenzen geführt. Und ihre Mutter auch. Naja, meine alte Rüsche ist auch nicht wirklich der Hit, da muss eine neue her …

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(01. Nov. 2014) Ich habe aufgegeben und alles zusammen meiner Freundin Maike übergeben. Die kann nämlich nähen, im Gegensatz zu mir. Und irgendwann bekomme ich es wieder, wenn sie ihre Tasche und die Kirschenfahne für Frauke fertig hat 🙂

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(15. Feb. 2013) Das Foto ist gemacht!

Nadelkissen

Als ich das Teil aus der Verpackung geholt habe (liegt als Referenz daneben), mußte ich schmunzeln: Das Nadelkissen trägt meine Initialen von vor meiner Hochzeit 😉 Himmel, ist das lange her!

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(15. Feb. 2013) Es ist schon gar nicht mehr wahr, so lange ist es her, daß ich ein Nadelkissen bestickt habe. Ich glaube, damals ging ich noch zur Schule. Leider ist dieses Nadelkissen aber so richtig schön kitschig mit Rüschenborte eingefaßt – und genau diese Borte ist der Grund, warum das Kissen nie fertig geworden ist. Ich kann nämlich keine Rüschen annähen. Und meine Mama konnte mir damals auch nicht wirklich dabei helfen.

Gestern hab ich meinen Nähkorb durchsucht nach dunkelblauem Nähgarn. Das Garn hab ich zwar nicht gefunden, aber dafür dieses unvollendete Nadelkissen. Und weil es mir ziemlich auf den Senkel geht, daß meine Nadeln in einer Dose ihr Dasein fristen und ich irgendwie nie die richtige Nadel zu fassen bekomme (immer, wenn ich nähen muß, sind meine Fingernägel zu kurz), habe ich beschlossen, das Nadelkissen endlich endlich seiner Bestimmung zuzuführen.

Fotos muß ich nachreichen, das Kissen liegt noch im Keller und ich sitze mit Schleppi und Kaffee aufm Sofa 😉

Achja, die Fixpackung für dieses Kissen hab ich seinerzeit bei Junghans Wolle bestellt. Nur mal so am Rande. Aber wie gesagt, das ist schon fast 30 Jahre her.