aktuelles Projekt: Stash-Abbau

(10. Jan. 2019) Inzwischen ist ein Jahr vergangen und ich muss gestehen, ich habe es nicht geschafft, meinen Stash zu reduzieren. Im Gegenteil, er ist gewachsen. Hier die Galerie meiner Schätze:

Ich habe aber auch schon Pläne, was ich mit dem einen oder anderen Garn machen möchte. Die Sockenwolle wird beispielsweise zu großen Teilen in meiner Ten-Stitch-Blanket aufgehen. Die Schachenmayr Original Wool 125 wird ebenfalls eine Decke werden, allerdings bin ich mir mit dem Muster noch nicht so ganz sicher, ebenso die Knäulware der HWF. Die Catania bietet sich an für Topflappen (womit ich dann auch schon das eine oder andere Weihnachtsgeschenk hätte). Einzelne Bobbel bieten sich an für Tücher, Schals u.ä., die beiden 3-er Bobbel werden zu Jacken verhäkelt. Ebenfalls in Schals werden wohl die Reste von der braunen Schurwolle von Frau Nachbarin sowie das Bambus-Garn verwandelt werden. Filethäkelgarn bietet sich an für Gardinen, Spitzendeckchen und anderes filigranes.

Ja, ich weiß, das sind viele Projekte, die, in der Vorbereitung mehr oder minder weit gediehen, in der Warteschlange stehen, um angenadelt zu werden. Und ja, es sind viel zu viele für ein Jahr. Aber wer sagt denn, dass ich alles dieses Jahr fertig bekommen muss? Zumindest gibt es mir ein gutes Gefühl, einerseits einen Überblick über meine Vorräte bekommen zu haben und andererseits zumindest teilweise zu wissen, was es denn werden soll.

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(30. Dez. 2017) Dieses Projekt ist etwas anders als meine üblichen Projekte. Diesmal ist das Fertigen eines Produkts nur Mittel zum Zweck, um dieses Projekt voranzutreiben: Ich will meinen Stash drastisch reduzieren.

Die Geschichte ist einfach: In den letzten Jahren habe ich immer wieder Wolle gekauft, die mir gefiel, ohne eine Idee zu haben, was ich daraus machen möchte. Facebook-Gruppen von Wollwicklerinnen sind für Menschen mit der Veranlagung, dass der Verstand beim Anblick schöner Wolle aussetzt, schlichtweg gefährlich. Auch Handwerkermärkte, wo wunderschöne Bobbel verkauft werden, sollten diese Menschen lieber meiden – ebenso wie Lagerverkäufe von Wollfabriken und überhaupt jedes Wollgeschäft. Dazu kam zum einen noch, dass sowohl eine Nachbarin als auch meine Schwiegermutter keine Handarbeiten mehr machen können und mir ihre Wollvorräte vererbt haben, und zum anderen, dass ich eine weitere tolle Entschuldigung zum Wollkauf hatte, nämlich die Schals für den Adventsbasar 2017. Und so summierte sich der Berg in meiner Kreativwerkstatt schneller, als ich ihn abbauen konnte.

Bereits im Laufe des Jahres habe ich zwei große Tüten Wolle bei meiner Wolldealerin abgegeben, die sie an eine Freundin weitergeleitet hat, die mit ihrer Handarbeitsgruppe Schals und Mützen für bedürftige Kinder weltweit werkelt. So konnte ich mich mit gutem Gewissen von dem Garn trennen, denn es war ja für einen guten Zweck.

Trotzdem wurde mein Berg nur bedingt kleiner. Und da ich grade mal wieder am Aufräumen bin (wann bin ich das eigentlich nicht?), habe ich mir überlegt, dieses Projekt ins Leben zu rufen. Zum Start des Projekts habe ich erstmal meinen gesammten Wollvorrat fotografiert – und zwar wirklich alles: Wolle, für die ich noch kein Projekt habe, ebenso wie Wolle, für die ich ein Projekt geplant habe, als auch UfO-Wolle.

Sitzt Du? Wenn nicht, dann setze Dich besser hin, denn hier kommen die Fotos, die ich eben gemacht habe. Und ich möchte nicht, dass es Dich umhaut. Es ist nämlich wirklich viel!

Und? Lebst Du noch oder setzt bei Dir Schnappatmung ein? Mir jedenfalls ist grade etwas schwindelig, wenn ich die Massen hier so geballt sehe. Und das liegt nicht daran, dass ich letzte Nacht bis Viertel vor Drei am „Minai“ gehäkelt habe.

Also, ich bin gespannt, wie sich mein Stash im Laufe des Jahres entwickeln wird. Vielleicht mach ich zwischendurch nochmal Bestandsaufnahme, vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall habe ich mir in den Kalender geschrieben, dass ich am Jahresende wieder Fotos von meinem (hoffentlich deutlich kleineren) Stash mache.